Elektrosmog: Ich sehe was, was Du nicht siehst

Das Handy ist fester Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Bereits 20 Prozent aller Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 9 Jahren verfügen über ein Mobiltelefon, und gerade das "Simsen" bestimmt das Kommunikationsverhalten zwischen Jugendlichen. Doch kaum bekannt ist, wie Mobilfunk eigentlich funktioniert und ob Elektrosmog oder speziell Handy-Strahlung unserer Gesundheit u. U. schadet. Professor Loidl und Dr. Gulich werden die Grundlagen der entsprechenden Technik durch Versuche und Experimente anschaulich und verständlich gemacht. Dies und die Erläuterung der Wirkung, die elektromagnetische Wellen auf unseren Organismus haben, soll den Hörerinnen und Hörern dieser Kindervorlesung zu einem bewussten Umgang mit dem Mobilfunk verhelfen.


Nach einer kurzen Einführung in den populärwissenschaftlichen Begriff "Elektrosmog" werden also zunächst die physikalisch-technischen Grundlagen elektromagnetischer Felder und Wellen erläutert werden. Dabei wird auch ein Überblick über die verschiedenen Quellen elektromagnetischer Felder gegeben, die uns täglich im Alltag begleiten. Anschließend veranschaulicht der Vortrag die grundlegende Funktionsweise eines Mobilfunknetzes. Neben den grundsätzlichen Unterschieden gegenüber Rundfunk und Fernsehen werden die spezifischen Merkmale des Mobilfunks dargestellt, zum Beispiel der Aufbau eines zellulären Netzes, die Abstrahlcharakteristiken von Mobilfunkantennen oder die Verwendung der Frequenzkanäle bei Handys und Basisstationen.


Dann wird es um die biologischen und gesundheitlichen Wirkungen elektromagnetischer Wellen gehen und in diesem Zusammenhang auch um die Frage, wie die gesetzlichen Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor "Elektrosmog" eigentlich festgelegt werden. Und schließlich werden die Möglichkeiten aufgezeigt, die es gibt, um vorsorglich die persönliche Strahlenbelastung durch Mobilfunk zu minimieren.


Wie sich hochfrequente elektromagnetische Felder nachweisen lassen und welche Belastung von Mobilfunkbasisstationen und Handys tatsächlich ausgeht, werden Professor Loidl und Dr. Gulich den Zuhörerinnen und Zuhörern anhand professioneller Messgeräte live zeigen.

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Prof. Dr. Alois Loidl
Lehrstuhl für Physik