Kein Spaß für Bibi Blocksberg. Hexenglaube in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Heute hat bei uns in Europa niemand mehr Angst vor Hexen. In Büchern, im Film und im Fernsehen werden sogar oft sympathisch-freundliche Hexen gezeigt, die - wie Bibi Blocksberg - ihre magischen Kräfte nutzen, um anderen harmlose, amüsante Streiche zu spielen. Ein so positives Bild von Hexen haben die europäischen Gesellschaften freilich lange nicht gekannt. Vor allem vom 15. bis zum 17. Jahrhundert war die Angst vor Hexen sehr verbreitet. Sie galten als Verbündete des Teufels, die anderen schlimmen Schaden zufügten oder sie ihrerseits zum Teufelsbund verführten. Hexen wurden entsprechend grausam verfolgt, gefoltert, hingerichtet. Die Vorlesung versucht zu erklären, weshalb es zu Hexenverfolgungen kam, wer die Opfer waren und weshalb die Hexenangst schließlich verblasste. Und sie versucht deutlich zu machen, wie gefährlich es ist, wenn religiöse Ängste genutzt werden, um unliebsame Menschen aus der Gesellschaft auszuschließen. 
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Prof. Dr. Lothar Schilling
Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit