Nachttopf - Brunnen - Schwimmbad. - Wie kam das Wasser in eine römische Stadt?

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Prof. Dr. Gregor Weber
Lehrstuhl für Alte Geschichte
Für uns heute ist der Gebrauch des Wassers selbstverständlich: Wir drehen den Wasserhahn auf und können trinken, kochen, waschen, gießen etc. Gerade deshalb ist es wichtig zu fragen, wozu wir heute Wasser brauchen, wie viel wir verbrauchen, was es kostet und woher es eigentlich kommt. In der Kultur der Römer vor gut 2000 Jahren war Wasser auch notwendig und für viele Bereiche in gleicher Weise erforderlich; eine Besonderheit besteht in der Bade- und Thermenkultur der Römer, bei der viel Wasser verbraucht wurde. In Ermangelung eines Pumpensystem mußte man auf verschiedene Möglichkeiten der Wassergewinnung zurückgreifen, die aber meist keine kontinuierliche Versorgung ermöglichten. Darum arbeitete man – als echten Großprojekten über viele Jahre hinweg – an der Erstellung von Fernwasserleitungen, um Wasser z.T. aus 50-100 Kilometern Entfernung heranzuschaffen. In der Vorlesung werden wir uns u.a. mit den Problemen beschäftigen, die ein solcher Bau mit sich brachte und dabei auch viel über antike Planung, Technik und ungelöste Probleme erfahren.